Nach dem Studium ein Jahr segeln, wie ist das überhaupt möglich?

Diese Frage wurde mir nun gefühlt mehr als 1000 mal gestellt und ich habe mir überlegt, einen kurzen Artikel darüber zu schreiben wie ein solches Vorhaben möglich ist und wie ich den ursprünglichen Plan umgesetzt habe.
Schon nach meinem ersten Studienjahr bin ich mir sicher: Ich will so bald wie möglich nach Grönland segeln. Ich überlege mir, dass ich entweder sofort, nach dem Studium oder als Rentner einen größeren Törn wagen kann und schließe dabei eine Auszeit inmitten des Berufsaltags aus (gängige Konzepte in der IT-Branche, wie ein 80/20-Prinzip oder ein Jahr unbezahlter Urlaub, waren mir zu diesem Zeitpunkt zu ungewiss). Warten bis zur Rente? Dann bin ich vielleicht zu alt oder alles Eis ist geschmolzen – Es bleiben die Möglichkeiten sofort oder nach dem Studium aufzubrechen. Kurzerhand vereinbare ich einen Termin mit Bernd, unserem Ausbildungschef bei HP und trage ihm mein Anliegen vor. Nach einem kurzen Gespräch teilt er mir mit, dass beide Möglichkeiten mit der Ausbildung und Arbeit bei HP vereinbar seien, es ihm aber lieber sei, wenn ich erst nach dem Studium gehe. Mit dieser Zusage lasse ich mich gerne für zwei Jahre vertrösten und bereite meinen einjährigen Segeltörn in die Karibik und nach Grönland vor. Als sich das Studium dem Ende nähert und die Planung beinahe abgeschlossen scheint, meldet sich Bernd bei mir.  “Jonathan, wir sollten deinen Vertrag besprechen und überlegen wie wir das mit der Überbrückung für das Jahr machen.” so, oder so ähnlich muss seine Nachricht ausgesehen haben. Nach einem weiteren Gespräch war klar: Die Ausbildungsabteilung würde mich in ein spezielles Programm übernehmen, das Studierende zwischen dem Studienende und dem Berufseinstieg auffangen soll. Zwar ist dieses Programm nicht für einen längeren Urlaub angedacht, bietet der Ausbildungsabteilung aber die Möglichkeit, mir unbezahlten Urlaub zu gewähren. Für mich bedeutet dieses Angebot, dass ich dankend annehme, nicht nur einen großen Vertrauensbeweis und Wertschätzung meiner Fähigkeiten sondern auch eine sichere Stelle und die Möglichkeit, direkt im Anschluss bei HP einzusteigen um mir intern eine Festanstellung zu suchen. Ein herzliches Dankeschön daher an Bernd und HP. Ohne die Unterstützung des Unternehmens hätte ich mich vermutlich nicht getraut diesen Schritt zu gehen oder hätte viel Zeit nach der Reise aufbringen müssen um einen passenden Job zu finden.
Vielen Dank!!!

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