Kap Verden – Barbados: Tag 8 – 10

Halbzeit! Nach insgesamt zehn Tagen und über 1000 Seemeilen befinden wir uns genau in der Mitte des Atlantischen Ozeans. Naja, zumindest in der Mitte zwischen den Kap Verden und Barbados.
Die vergangenen Tage haben wir mit dem üblichen verbracht. Brot backen, Wasser entsalzen, viel Gitarre spielen und Essen. Johannes hat einen fliegenden Fisch, den wir am Morgen an Deck gefunden haben, gebraten und wir sind uns einig, dass diese, entgegen vieler Meinungen, durchaus essbar sind. Außerdem hat Axel einen Hefezopf gebacken um die Stimmung zu heben und Abwechslung zu schaffen.
Leider muss ich auch einige Fehler bei der Proviantierung eingestehen, die ich in Folge des Zeitdrucks bei der Abreise begangen habe. Zwar ist genug Essen für die Überfahrt an Bord, es mangelt aber an Soßen, Zucker, Süßigkeiten und, schlimmer als alles Andere: das Wasser im Hafen von Mindelo hat unseren Tank vergiftet(oder so ähnlich). Jedenfalls konnten wir den gesamten Tank nicht nutzen. Die Entsalzungsanlage produziert zwar tapfer einige Liter Wasser am Tag, diese liegen aber weit unter der stündlich angegebenen Menge des Herstellers und schmecken darüber hinaus nicht sonderlich gut. Immer wieder schmeckt eine Flasche des produzierten Wassers sogar salzig.
Eine enttäuschende Erkenntnis, nahezu alles falsch gemacht zu haben.
Um euch nicht alle zu verängstigen habe ich aber mehrfach durchgerechnet und bin zu dem Entschluss gekommen, dass wir mehr als reichlich Essen dabei haben…und Soßen lassen sich auch improvisieren(gestern gab es beispielsweise Reis mit Baked Beans, die ich von einem netten Paar aus England vor meiner Biskaya-Überquerung geschenkt bekommen habe)!
Die Takamaka stampft also munter weiter durch die Wellen, die Crew versucht sich im Fischfang(meistens beißen die Fische abends, wir brauchen aber oft zu lang zum beidrehen und verlieren so den Fisch. Gestern hatten wir einen ganz großen an der Angel. Innerhalb von wenigen Sekunden waren 150 Meter Leine abgewickelt und ich konnte nur noch die Rute festhalten. Die Leine ist zum Glück direkt vor unserem, aus Draht gebauten, Vorfächer gerissen. So bleibt uns die Leine erhalten und wir üben uns im improvisieren von Ködern.

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3 thoughts on “Kap Verden – Barbados: Tag 8 – 10

  1. Birgit v.R. says:

    Hallo Jungs, Martin, Horst Scholl und ich sitzen gerade beim Kaffee in unserer Wohnung und lesen interessiert von eurem Abenteuer. Wir hoffen, dass die Fische bald besser beißen, und dass der Hefezopf für die fehlende Soße entschädigt.
    Martin läßt fragen, wie die Kleiderordnung fur’s Captain’s Dinner aussieht 😉

    Viele herzlichen Grüße Martin, Horst und Birgit

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  2. winfried strittmatter says:

    1. Wassermacher erstes Wasser abschütten und erst nach ca 3 – 4 minuten verwenden?
    2. zu geringe Menge: Bordspannung? schließe ihn mal direkt an die Batterie an (wg. Kontaktkorrosion). dann Spannungsabfall an der Batterie überprüfen. Gruss w

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